Mit Univ.-Prof. Dr. Matthias C. Kettemann gewinnt ELTERNSCHAFT & WISSENSCHAFT eine profilierte rechtswissenschaftliche Perspektive für den weiteren Aufbau des Netzwerks. Als Institutsleiter des Instituts für Theorie und Zukunft des Rechts an der Universität Innsbruck beschäftigt er sich mit den rechtlichen Grundlagen digitaler Räume, mit Plattformregulierung, Künstlicher Intelligenz und dem Schutz von Grund- und Menschenrechten im Internet. Eine seiner Leitfragen ist, wie junge Menschen online wirksam geschützt werden können.
ELTERNSCHAFT & WISSENSCHAFT versteht Kinder, Elternschaft und die Bedingungen förderlichen Aufwachsens als zentrale Fragen wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Verantwortung. In der nächsten Entwicklungsphase des Netzwerks wird ein interdisziplinär und vielfältig zusammengesetzter Beirat aufgebaut, der unterschiedliche Fachperspektiven zusammenführen und die weitere inhaltliche Entwicklung des Netzwerks begleiten soll. Matthias C. Kettemann wird diesen Prozess als Ko-Vorsitzende*r des Initiierungskomitees für den Beirat mitgestalten.
Prof. Kettemanns Arbeit ist für das Netzwerk in besonderer Weise anschlussfähig, weil sie digitale Transformation mit Fragen von Recht, Verantwortung und Schutz verbindet. Er forscht dazu, wie algorithmische Entscheidungen fairer gestaltet, Plattformen verantwortungsvoll reguliert und Menschenrechte auch online wirksam gesichert werden können. Gerade für Kinder und Jugendliche ist das von hoher Relevanz: Sie wachsen heute in digitalen Kommunikations- und Erfahrungsräumen auf, in denen Teilhabe, Sichtbarkeit, informationelle Selbstbestimmung und Schutz zunehmend von Plattformarchitekturen, Moderationssystemen und datenbasierten Logiken mitgeprägt werden.
Dass ihm Fragen digitaler Kinderrechte nicht nur abstrakt als Regulierungsproblem wichtig sind, zeigt sich auch in der Vermittlung:
Im Rahmen der „Jungen Uni“ an der Universität Innsbruck klärte er Kinder zwischen 10 und 14 Jahren über Gefahren sowie über Rechte und Pflichten im Internet auf. Diese Verbindung aus rechtswissenschaftlicher Expertise, Bildungsengagement und Sensibilität für die digitalen Lebenswelten junger Menschen macht ihn zu einer wichtigen Stimme beim Aufbau des künftigen Beirats.
Mit Prof. Matthias C. Kettemann gewinnt ELTERNSCHAFT & WISSENSCHAFT damit eine Perspektive, die Kinderrechte, digitale Gegenwart und gesellschaftliche Verantwortung konsequent zusammendenkt. Für ein Netzwerk, das Forschung, akademische Praxis und Wissenstransfer rund um Kinder, Elternschaft und förderliche Rahmenbedingungen des Aufwachsens verbindet, ist das ein wichtiger Impuls für die weitere institutionelle Entwicklung.